Orcawale

Orcas, auch Killerwale genannt, mag man aus der Entfernung bisweilen für Delfine halten. Doch sobald man näher kommt, erkennt man den typisch schwarz-weißen Körper und die Größe der Meeresräuber. Orcas sind bei der Nahrungsaufnahme ziemlich wahllos. Jeder kleinere Meeresbewohner kommt ihnen gerade gelegen. Im Magen eines toten Orcawals, der im Prince William Sound gefunden worden war, fand sich eine Robbe, ein Delfin und ein Seelöwe. Auch Seeotter und Seevögel sind willkommene Zwischenmahlzeiten. Beim Erbeuten größerer Meeresbewohner, etwa Buckel- oder Grauwale, arbeiten sie im Team, beschützen ihre Beute vor ungebetenen Mitessern. Die Orcas haben keine natürlichen Feinde – nur der Mensch kann ihnen zum Verhängnis werden. Orcas leben üblicherweise in der Herde, allerdings werden immer wieder einzelne Tiere aus der Herde ausgegrenzt, die sich dann oft aggressiver verhalten als die Herdentiere.

Wo man sie findet:
Killerwale sind in nahezu allen Meeresgewässern Alaskas beheimatet, von der Inside Passage bis zu den Aleuten und zur Beaufort-See.

Wann sie zu sehen sind:
Sobald im Nordpolarmeer im Frühjahr das Eis zurück weicht, ziehen die Orcawale durch die Beringsee nach Norden. Im Herbst kehren sie nach Süden zurück.