Yukon Delta National Wildlife Refuge

Der Yukon und der Kuskokwim River bilden das Herzstück des 77.000 Quadratkilometer großen Yukon Delta National Wildlife Refuge. Die beiden großen Flüsse sind durch ein Geflecht aus Seen und Nebenflüssen, Sümpfen und Tümpeln miteinander verbunden. 70 Prozent dieses Parks, der größer ist als das Bundesland Bayern, liegt nicht höher als 30 Meter über dem Meeresspiegel. Das sumpfreiche Tundra-Gebiet wird von Wäldern und bis zu 1300 Meter hohen Bergen begrenzt.

Nelson Island und Nunivak Island vor der Westküste gehören ebenfalls zum Park. Die über 4000 Quadratkilometer große Insel Nunivak ist vulkanischen Ursprungs, ihre Gipfel sind bis zu 550 Meter hoch. Steilküsten fallen bis zu 150 Meter zum Meer ab, während die Sanddünen gut 30 Meter hoch werden. Nelson Island ist etwas kleiner und wird im Norden durch den Ninglick River vom Festland getrennt, im Nordosten durch den Baird Inlet und im Osten durch den Kolavinarak River.

Im Delta halten sich große Populationen von Wasservögeln auf. Im Frühjahr kehren Millionen von Enten, Gänsen und anderen Vögeln von ihren Winterquartieren aus südlichen Gefilden zum Nisten in das Naturschutzgebiet zurück. Vor allem in der Küstenregion an der Beringsee gerät die Großankunft zu einem turbulenten Spektakel. In den Flüssen, die sich zu einer Länge von mehreren hundert Kilometern summieren, gibt es nicht weniger als 44 Arten von Fischen, darunter die fünf in Alaska beheimateten Lachstypen. In den trockenen Höhenlagen streifen Braunbären, Schwarzbären, Karibus, Elche, Wölfe und Moschusochsen umher.

Anders als die meisten abgeschiedenen Regionen in Alaska ist das Yukon-Kuskokwim Delta vergleichsweise dicht besiedelt. Zum Yukon Delta National Wildlife Refuge gehören 35 Siedlungen, in denen insgesamt 25.000 Yup'ik Eskimos zuhause sind. Sie bestreiten ihre Existenz als Selbstversorger. Besucher kommen in erster Linie zum Fischen, Fotografieren, Rafting, Kajakfahren, Jagen und zur Wildtierbeobachtung hierher.

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